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Jagdbetrieb: Wir müssen die Afrikanische Schweinepest verhindern!

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen hätte für Niedersachsen weitreichende Folgen, insbesondere in Gegenden mit hoher Nutztierdichte. „Wir müssen daher alles tun, um einen Ausbruch zu verhindern", sagte Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast. Experten aus dem Agrarministerium sowie der Landesjägerschaft Niedersachsen sind nun zu einer Arbeitsgruppe zusammengekommen, um die Möglichkeiten der Prävention und Eindämmung der Tierseuche zu erörtern und die Jägerschaft hierbei verstärkt einzubinden. 

Seit Juni 2017 tritt in Tschechien ein isoliertes Seuchengeschehen bei Wildschweinen auf. Die ASP ist dort offenbar durch weggeworfene Lebensmittelreste ausgebrochen. Es wird daher dringend davor gewarnt, mitgebrachte Lebensmittelreste aus den baltischen oder osteuropäischen Ländern in der Umwelt zu entsorgen.

Regional gibt es in Niedersachsen Wildschweinpopulationen mit sehr hoher Dichte. Diese müssen mit Blick auf die ASP als Risikofaktor angesehen werden.

Die Bestände sollten daher nicht noch weiter ansteigen, die Bejagung muss verstärkt werden. In diesem Zusammenhang werden derzeit die Möglichkeit von Erleichterungen für revierübergreifende Jagden sowie der zukünftige Einsatz von Saufängen, also Lebendfallen für Wildschweine, geprüft.

Die Teilnehmer des Fachgespräches waren sich einig, dass für jagdliche Bekämpfungsmaßnahmen im Ausbruchsfall erhebliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt werden müssen.

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